Herr Frey, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Tag beim Bundesbau?
Na klar! Ich kam zur Arbeit und es war sehr still, kein Mensch weit und breit. Auf meinem Schreibtisch lag ein dicker Ordner und ich dachte: Oje, arbeiten auf dem Amt! Aber dann kam eine Kollegin, holte mich super ab und prophezeite: „Keine Sorge, so ist das nicht immer!“ Das war es auch nicht, mein erster Tag war nämlich ein Brückentag und schon am nächsten Montag war Leben im Büro.
Ihr Landesbetrieb kümmert sich im Auftrag des Bundes auch um den Bau und die Sanierung von Botschaftsgebäuden und Schulen auf der ganzen Welt. Was hat Sie am Auslandsbau gereizt?
Ich hatte teils in Dublin studiert und eine Weile in London und Dublin gearbeitet. Als der Bundesbau 2012 eine Stelle im Auslandsbau ausgeschrieben hatte, habe ich mich sofort beworben – und diese Entscheidung bis heute nicht bereut! Für das Gemeinwohl zu bauen, fand ich sehr attraktiv und dann noch die Mischung aus weiter Welt und geregeltem Schreibtischjob in Freiburg – das passte perfekt.
Wenn Sie zurückblicken: Was hat Sie überrascht?
Ich dachte, bei der Bauverwaltung im öffentlichen Dienst sei alles penibel geregelt mit vielen Formularen. Natürlich gibt eine gewisse Struktur Orientierung, aber wir sind sehr dynamisch, entwickeln alles weiter, passen Abläufe auf unsere sehr spezifischen Projekte an. Wir arbeiten zielorientiert, nicht verwaltungsorientiert.
