Bundeswehrgebäude müssen resilient sein
„Unsere Leistelle analysiert Energiepotenziale“, erklärt der Elektroingenieur, der seit rund zwei Jahren im Bundesbau arbeitet. „Ich untersuche die Liegenschaften insbesondere auf ihre Photovoltaikpotenziale und begutachte, wie viel Peak man auf den Dächern installieren kann. Peak steht für Kilowatt-Peak (kWp) und beschreibt die maximale Leistung von Photovoltaikmodulen bei Solaranlagen. Außerdem checke ich, wie viel Strom eine Liegenschaft ins Netz einspeisen darf und welche Maßnahmen kostentechnisch überhaupt sinnvoll sind.“
Ziel ist es, die Resilienz und Autarkie der Liegenschaften zu erhöhen – sowohl unter dem Aspekt der Versorgungssicherheit als auch mit Blick auf Klimaschutzziele. „Wir versuchen, möglichst viel Energie selbst zu erzeugen – tatsächlich autark sind oft nur einzelne Bereiche.“ Die Gebäude und Anlagen der Bundeswehr müssen resilient sein und dürfen nicht von einem einzigen Energieträger abhängen. Daher sichert die Leitstelle die Stromversorgung immer doppelt ab, etwa durch eine PV-Anlage und eine Notstrom-/ Ersatzstrom- versorgung. „Für diese Absicherung nutzen wir auch Stromaggregate, die mit Diesel und Heizöl betrieben werden. Öl ist für uns ein guter Energieträger, vielseitig einsetzbar, gut lagerbar. Perspektivisch wird es vermehrt regenerative Alternativen geben wie E-Fuels oder Wasserstoff“, sagt Jesurajah, der sehr von seiner Vorerfahrung mit Gebäudeleittechnik- und Heizungs-, Lüftungs- und Klimasystemen profitiert.