Sie verbindet Castrop-Rauxel und Recklinghausen, erweitert das Radwegenetz und sieht auch noch gut aus: die neue Brücke „Sprung über die Emscher“. Die schwungvolle Landmarke ist ein Projekt der Emschergenossenschaft, als Zuwendungsbaumaßnahme begleitet von der Bauabteilung der Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen sowie der Niederlassung Dortmund des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Nordrhein-Westfalen.

Elegante Zügelgurtbrücke verbindet Stadt und Natur

Lange galt die Emscher als schmutzigster Abwasserkanal des Landes. In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Naturraum entlang des Flusses jedoch aufwändig saniert und das Schmutzwasser wird längst in unterirdischen Kanälen abgeführt. Heute gehört das Emschertal wieder zu den schönsten Naturräumen der Region. Das dort entstandene Radwegenetz hat viel zu bieten und wird von Einheimischen sowie Touristen und Touristinnen gleichermaßen genutzt. 

Der „Sprung über die Emscher“, realisiert von der Planungsgemeinschaft Schüßler-Plan, DKFS Architects und Smeets Landschaftsarchitekten, verbindet Stadt und Natur. Auf 2,50 Meter Breite ist Platz genug zum Spazierengehen und Radfahren. Die Zügelgurtbrücke, die in doppelter S-Form einmal den Rhein-Herne-Kanal und zweimal die darunterliegende Emscher überspannt, scheint die Statik herauszufordern. Die variierenden Bauhöhen verleihen der stählernen Konstruktion Schwung und Eleganz.

Entstehung der Brücke „Sprung über die Emscher“ bei Castrop-Rauxel

© Klaus Baumers / EGLV

Treppen öffnen neue Perspektiven auf Auenlandschaft

Der zwölf Meter hohe Pylon mit den beiden Zügelgurten stützt die beiden Hauptfelder über dem Gewässerlauf, wobei das gesamte Bauwerk auf tief gründenden Baupfählen ruht. Über Rampenkonstruktionen ist der „Sprung über die Emscher“ an die westlichen und östlichen Uferbereiche angebunden. Die Sitzgelegenheiten auf den beidseitigen Treppenanlagen schaffen Aufenthaltsqualität und geben den Blick frei auf die umliegende Auenlandschaft.

Den Auftakt für das kühne Konstrukt, das im September 2024 eröffnet wurde, bildet der östlich gelegene „Platz der Schichten“. Sein Gegenüber, der „Brückenvorplatz West“, erstreckt sich zwischen dem westlichen Brückenabgang und dem angrenzenden Natur- und Wassererlebnispark Emscherland. Der Ausblick von der Brücke aus ist atemberaubend – aber auch die Brücke selbst ist längst ein spektakuläres Fotomotiv.

Die Brücke „Sprung über die Emscher“ führt in geschwungener Form und mit breitem Treppenaufgang über den Fluss Emscher. Das grüne Ufer ist gesäumt von Rasen und Bäumen.
© EGLV / Rupert Oberhäuser
Die großen Treppenanlagen der neuen Brücke laden zum Entspannen ein.
Auch im Dämmerlicht ist der „Sprung über die Emscher“ ein Augenschmaus. Copyright: EGLV / Rupert Oberhäuser
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