Klimaanpassung zum Anfassen
Wer über die Wege des Klimagartens spaziert, an den Hochbeeten vorbeikommt oder durch den Obsthain wandert, sieht unmittelbar, worum es geht: um robuste Pflanzungen, lebendige Böden, klugen Umgang mit Regenwasser und mehr biologische Vielfalt. So wird aus einem Spaziergang ein Lernweg – für Schulklassen genauso wie für Familien, Vereine oder interessierte Bürgerinnen und Bürger. Welche Pflanzen kommen mit Hitze und Trockenheit besser zurecht? Warum sind unversiegelte Flächen für das Stadtklima so wichtig? Im Klimagarten bleibt das Thema Klimawandel nicht abstrakt. Themengärten zu Essbarem und Biodiversität sowie Erlebnisorte wie eine Bienenlehrstation, ein Naturteich oder ein Klimalehrpfad machen Zusammenhänge eindrücklich erlebbar.
Drei Bereiche, ein Ziel: Klimaresilienz erleben
Der Klimagarten gliedert sich in drei Bereiche mit je eigenem Charakter:
Der Wilde Obsthain bewahrt den Charakter der bestehenden Streuobstwiese. Behutsam eingefügte Stege, Sitzgelegenheiten und Erlebnisstationen führen durch die Fläche und machen sie zugänglich, ohne ihre naturnahe Atmosphäre zu verändern.
Die Lebendige Mitte ist der aktivste Bereich des Klimagartens – unter anderem mit Inspirationsgärten und Flächen für gemeinschaftliche Nutzung. Besucher- und Besucherinnen können Anregungen für den eigenen Garten mitnehmen, neue Pflanzenkombinationen kennenlernen oder Veranstaltungen besuchen.
Der Wald der Zukunft entwickelt den bestehenden Babywald weiter – einen Ort, an dem Bäume zur Geburt von Kindern gepflanzt wurden: Was heute noch klein ist, wächst in den kommenden Jahren zu einem vielfältigen, klimaresilienten Grünraum heran.