Es soll ein Ort von überregionaler Strahlkraft werden: Mit dem Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Halle (Saale) will der Bund die Erfahrungen des Umbruchs in Deutschland und Europa sichtbar machen – und gleichzeitig neue Perspektiven auf die Zukunft ermöglichen.
"Genau das brauchen wir: Orte, die verbinden und Lust auf Zukunft machen", erklärt Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. "Unsere Heimat hat großes Potenzial, engagierte Menschen und viele gute Geschichten."
Ein Zentrum im Zentrum: Standort hat viele Umbrüche erlebt
Verantwortet wird der Bau, der am Riebeckplatz entstehen soll, vom Amt für Immoblilien- und Baumangement (AIB Halle/Saale). Der Knotenpunkt im Herzen der Stadt ist Ort konstanter Transformation. Kein Stadtraum Halles war so vielen Veränderungen unterworfen. Während der gründerzeitliche Platz, wie er bis 1945 existierte, durch eine Vielzahl von Geschäftshäusern und Hotels um einen sternförmigen Platz geprägt war, erhielt er nach einem radikalen Umbau in den 1960er-Jahren eine autogerechte Prägung nach Art der Nachkriegsmoderne.
Ziel von Stadtumbaumaßnahmen der Jahre 1995 bis 2006 war es, die Verkehrsebenen neu zu ordnen und das Umfeld zu gestalten. Damit war die Transformation des Platzes nicht abgeschlossen. 2015 entwickelte die Stadtverwaltung unter Beteiligung der Bürgerschaft und verschiedener Architekturbüros zunächst ein städtebauliches Leitbild, und schließlich ein Strukturkonzept, das die hochbauliche Entwicklung vieler Potenzialflächen in den Fokus rückt. Dieses Konzept wird nun nach und nach umgesetzt.
