Diese Baumaßnahme bringt den Ausbau einer der größten Marinestützpunkte Westeuropas deutlich voran: Auf der Norderweiterung des Marinestützpunkts Heppenser Groden in Wilhelmshaven errichtet das Staatliche Baumanagement Hannover derzeit elf neue Unterkunftsgebäude.

Investition ist Teil eines der größten Marine-Infrastrukturprojekte

Die Baumaßnahme ist Teil eines der größten Infrastrukturprojekte der Marine: Auf der Fläche der Norderweiterung (insgesamt rund 340.000 Quadratmeter, was der Fläche von fast 48 Fußballfeldern entspricht) sind Investitionen von rund 250 Millionen Euro in den nächsten 10 bis 15 Jahren geplant. Die Norderweiterung ist u.a. notwendig für die Stationierung des neuen Schiffstyps Fregatte 126 und ihrer Besatzungen.

Moderne Einzelzimmer mit Hotelstandard und eigenem Duschbad

Die Anlage umfasst 1.185 Wohneinheiten. Zur Ausstattung: 

  • Die acht großen Gebäude haben drei Geschosse für jeweils 111 Personen.
  • In den drei kleineren Gebäuden kommen je 99 Personen unter.
  • Die Zimmer haben Hotelstandard: Es sind Einzelzimmer mit eigenem Duschbad.
  • Für die Gemeinschaft gibt es zudem Teeküchen, Kleidertrockenräume und Wäschelager.
  • Die Architektur orientiert sich mit ihren kompakten Baukörpern, Flachdächern und Klinkerfassaden an der bestehenden Bebauung.
     

Systembauweise ermöglicht Marine schnelle Fertigstellung

Das Staatliche Baumanagement Hannover hatte im Vergabeverfahren die Marktöffnung für Bausystemanbieter berücksichtigt und den Zuschlag einem europaweit führenden Bauunternehmen erteilt. So wird der Rohbau größtenteils aus vorgefertigten Betonteilen realisiert. Für die Fertigbadzellen entwickelte der Bauunternehmer einen eigenen Prototyp, wodurch er die Systembauweise erweiterte und die Projektabwicklung optimierte. 

Nachhaltig dank Photovoltaik und EGB 40-Standard

Auch Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. Die Neubauten werden die Anforderungen des EffizienzgebäudeBund-40-Standards (EGB 40) erfüllen und entsprechend einen sehr niedrigen Primärenergiebedarf aufweisen. Zudem installiert das Staatliche Baumanagement Hannover Photovoltaikanlagen auf den Dächern.

Winterliche Visualisierung zweier moderner Backsteinbauten mit spiegelndem Weg und Personen im warmen Abendlicht. Goldbeck ©
White buildings

1.185 
Wohneinheiten

geplante Bauzeit 
bis Ende 2027

„Mit den neuen Unterkunftsgebäuden unterstützen wir die Bundeswehr dabei, die zukünftige Einsatzbereitschaft und Versorgung der Marine sicherzustellen.“

Alexander Schaub, Leiter des Staatlichen Baumanagements Hannover

Boden erfordert Pfahlgründung wegen schwierigem Baugrund

Eine besondere Herausforderung bei den Bauprojekten auf der Norderweiterung stellen die geologischen Bedingungen des Baugrunds dar. Bereits im Jahr 2017 wurde das Gelände der Norderweiterung um zwei Meter erhöht, gefolgt von einer zusätzlichen Sandüberlastung von drei Metern. Die besondere Bodenbeschaffenheit des Areals erfordert eine Pfahlgründung für die Unterkunftsgebäude von mehr als zehn Metern Tiefe.