Das Aufgabenpaket für den Standort ist enorm: Rund 80 Gebäude müssen instandgesetzt oder neu errichtet werden. Im südlichen Bereich der Liegenschaft erfolgt der komplette Rückbau mehrerer Gebäude. Die Ersatzneubauten werden im nördlichen Bereich nahe der Autobahn A59 errichtet. Im Anschluss daran sollen in Richtung der Wohngebiete ein kleines Waldgebiet und ein Grünstreifen entstehen, nicht nur als Lärmschutz für die Anwohner, sondern auch als Sportgebiet für die Beschäftigten. Darüber hinaus werden auch die Infrastruktur und die Versorgung der Liegenschaft grundlegend erneuert.

Neubau Hubschrauberhallen für die Bundespolizei

Seit 2020 werden Neubaumaßnahmen baulich umgesetzt: Erste Gebäude wie der Zwinger einer Diensthundeausbildungsanlage, zwei Hubschrauberhallen und ein fünfgeschossiges Unterkunftsgebäude werden zurzeit an die Nutzenden übergeben. Der Baubeginn mehrerer großer Neubaumaßnahmen befindet sich in der Vorbereitung. Langfristig sollen alle im „Masterplan 2013“ vorgesehenen Baumaßnahmen bis 2045 abgeschlossen sein – einschließlich der energetischen Sanierung der Bestandsgebäude.

Der alte Tower genügt den modernen Anforderungen nicht mehr und wird neu gebaut.

Nachhaltiges Bauen im Bund 

Selbstverständlich behalten die Beteiligten bei den Baumaßnahmen auch das Klima im Blick. Nach Fertigstellung werden die Verwaltungsneubauten die Anforderungen des Effizienzgebäudes Bund 40 (EGB 40) erfüllen, bei den Sanierungen von Verwaltungsgebäuden werden die Anforderungen des Effizienzgebäudes Bund 55 (EGB 55) erreicht. Dies geschieht durch entsprechende Gestaltung bzw. Modernisierung der Gebäudehülle und über die Umsetzung eines für die Liegenschaft erarbeiteten Energiekonzepts. Die Nachhaltigkeit bemisst der Bund mit einem eigenen Verfahren: dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen im Bund (BNB). Alle geeigneten Neubauten und Modernisierungen sollen hierzu die Zertifizierung in Silber erreichen.

4.000

Beschäftigte

100.000 m²

Nettogeschossfläche

Der Standort wird bis 2045 von der Bundesbauverwaltung Nordrhein-Westfalen umfassend modernisiert.

Enge Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten im Bundesbau

Die gesamten Arbeiten müssen im laufenden Betrieb umgesetzt werden. Dafür sind immer wieder enge Absprachen und kreative Lösungen nötig. Denn die Bundespolizei ist an jedem Tag im Jahr rund um die Uhr im Einsatz. Die Umsetzung funktioniert dank eines engen Austausches aller Beteiligten hervorragend. Die Bundespolizei als Nutzer, die BImA als Eigentümerin, die Bauabteilung der OFD NRW als Fachaufsicht führende Ebene und der BLB NRW als baudurchführende Ebene ziehen an einem Strang und haben die Fertigstellung bis 2045 fest im Blick.

Bildergalerie: Modernisierung des Bundespolizei-Standorts